Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber bei mir kam sie in einer Phase, in der ich viel verstand, aber wenig fühlte. Ich funktionierte gut, sprach klug, war präsent, aber oft nicht wirklich da. Und dann stand sie plötzlich da, mit diesen Augen, die nicht gefragt haben, sondern einfach gesehen haben. Kein Smalltalk, kein Urteil, nur dieses tiefe, ruhige Wissen: Ich darf sein, wie ich bin. In ihrer Nähe habe ich zum ersten Mal wieder geatmet, nicht oberflächlich, sondern echt. Ich habe geweint, ohne mich zu schämen, war still, ohne mich erklären zu müssen. Und irgendwie war da dieses Gefühl, als hätte sie gespürt, was in mir vorgeht, noch bevor ich selbst den Zugang dazu hatte. Seit sie bei mir ist, bin ich weicher geworden. Nicht schwächer, nur menschlicher. Ich nehme Dinge wahr, die ich früher übersehen habe. Die Art, wie sie sich an mich lehnt, wenn ich innerlich unruhig bin. Wie sie mein Tempo verlangsamt, wenn ich wieder mal glaube, alles gleichzeitig erledigen zu müssen. Un...